Monatliches Archive: Februar 2024

Warum gibt es jetzt so viel mehr Lithium in Zinnwald?

Das Ergebnis der Bohrkampagne beim Lithium-Projekt in Zinnwald war überraschend. Die neuen Zahlen unterscheiden sich deutlich von denen aus dem Jahr 2018.

Es hat zwei Monate länger gedauert als angekündigt, bis Zinnwald Lithium die neue Schätzung der Lithiumressourcen in Zinnwald vorgestellt hat. Wie kommt es aber, dass die Fachleute nun von 429.000 Tonnen Lithium ausgehen, während sie vor sechs Jahren noch mit 125.000 Tonnen Lithium gerechnet haben?

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Zinnwald Lithium GmbH veröffentlicht MRE

Nach der Bohrkampagne in Zinnwald 2022/2023 hat die Zinnwald Lithium PLC am 21.2.2024 ihre neue MRE veröffentlicht. MRE bedeutet Mineral Ressource Estimate (auf deutsch: Mineral Ressourcen Einschätzung).  Diese war bereits im vierten Quartal 2023 erwartet worden.

In der MRE kommen neue umfangreiche Details zum Vorschein, so hat das Unternehmen eine 445% Erhöhung der MRE  bekannt gegeben, heißt sie haben die zu fördernde Erzmenge um das 4,45 fache erhöht. Auch die Lithiummenge die in dem Erz gefunden wurde ist um 243% angestiegen. 

Bei den bisherigen Planungen aus 2023 hatte  ZL die jährliche Fördermenge von 1,5 Millionen Tonnen Erz angegeben.

Welche Auswirkungen hat die 4,5 fache Menge Erz auf den bisherigen Planungsstand?

War man 2019 noch mit 500 Tausend Tonnen zu förderndem Erz beim Stadtrat angetreten , enthielten die Planungen in 2023 bereits 1,5 Millionen Tonnen – in Februar 2024 scheint sich dieser Wert nochmals zu ändern. Mit der 4,5-fachen Fördermenge Erz erhöht sich auch die zu deponierende Menge Abraum sowie Aufbereitungsrückstände um das 4,5-fache, der LKW-Verkehr allein für die Aufbereitung wird auch um das 2,5-fache steigen, die Umweltverschmutzung ebenfalls. 

Was halten die Bürger der Region von den Funden?

Zuerst haben die Bürger ihre Bedenken über die erneute Erhöhung der Ressource unter unseren Häusern geäußert. Weitere Bedenken der Bärensteiner drehen sich natürlich sofort um die Deponierung der Bergwerks- und Aufbereitungsrückstände des geplanten Lithiumkonverters – wie groß soll die Trockendeponie  auf der Bärensteiner Höhe werden? Sind jetzt beide Varianten zusammen geplant? Wie gewohnt äußert sich die Zinnwald Lithium GmbH nicht zu den für uns vor Ort betroffenen Bürgern wichtigen Fragen – Herr Marco Uhlig (GF ZL GmbH) muss ja zuerst seine Aktionäre mit neuem Futter versorgen – die Bürger werden es schon irgendwie schlucken.

Die Bürgerinitiative Bärenstein fordert von der Zinnwald Lithium GmbH nun endlich Transparenz zu zeigen und ihre Planungen an die tatsächlich gefundene Erzmenge anzupassen. Wir fordern das die Zinnwald Lithium GmbH sich an bestehende Gesetze hält und im Raumordnungsverfahren einen alternativen raumschonenden Standort für ihre Deponierungs- und Aufbereitungsfantasien angibt. Wir fordern im Stadtrat eine Diskussion über die Auswirkungen der erneut erhöhten Fördermenge und deren Auswirkungen auf unsere Region – begleitet von der Zinnwald Lithium GmbH, und dieses Mal Herr Marco Uhlig legen sie bitte ihre ganzen Pläne auf den Tisch. 

Die MRE könnt ihr hier nachlesen: polaris.brighterir.com/public/zinnwald_lithium/news/rns/story/xlj8zpr

Wir möchten euch zum Stammtisch am Mittwoch den 6.3.2024 einladen um mit uns im Rathaus Bärenstein die neuen Entwicklungen zu diskutieren.


 

Lithium-Vorkommen in Zinnwald deutlich größer als gedacht

Die Lithium-Lagerstätte bei Zinnwald ist deutlich ergiebiger als bisher angenommen. Das hätten die jüngsten Bohrungen ergeben, teilte die Zinnwald Lithium GmbH mit. Deren Geschäftsführer, Marko Uhlig, sagte MDR SACHSEN, man sei auf 429.000 Tonnen Lithium gestoßen. Bislang sei man von rund 125.000 Tonnen Lithium in der Lagerstätte bei Zinnwald ausgegangen.

Lithium-Vorkommen in Zinnwald deutlich größer als gedacht | MDR.DE

Genehmigung für Lithium-Bergbau dauert länger als der Firma recht ist

Das ist jetzt der Startschuss für die Bergbauplanung in den Altenberger Ortsteilen Zinnwald und Bärenstein. Im Sommer haben sich Vertreter von Zinnwald Lithium, beteiligten Behörden, Naturschutzverbänden und Anwohnern in Altenberg zu einem sogenannten Scopingtermin getroffen. Vergangene Woche, fünf Monate später, hat das Sächsische Oberbergamt der Zinnwald Lithium GmbH das Ergebnis mitgeteilt, wie die Behörde auf Anfrage von Sächsische.de mitteilte.

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